Dienstag, 16. Dezember 2014

ein paar verschiedene Beizen

Ich möchte hier ein paar mögliche Beizmittel und Hilfsmittel für die Gruppe "Beizen" aufzeigen.

Erstmal nur als einfache Auflistung ohne großartig auf die einzelnen Beizen einzugehen. Die Liste darf gerne ergänzt werden.


Grüße
Stefan


Kaliumaluminisulfat (Alaun)
Aluminiumacetatbeize (Tonerdebeize)
Aluminiumtriformiat (AL-O Kaltbeize)
Eisen(II)-Sulfat
Eisenacetatbeize
Chromkaliumsulfat (Chromalaun)
Zinn(II)-Chlorid
Kupfersulfat (weils gerne immer wieder mit aufgelistet wird, aber auf Grund von Umweltverträglichkeiten von abzuraten ist!)
Sauerampfer (als pflanzliche Beize)
versch. Gerbstoffe

Kaliumcarbonat (Pottasche)
Natriumcarbonat (Soda)
Kaliumhydrogentartrat (Weinstein)
Weinsäure
Oxalsäure

Kommentare:

  1. Hallo Stefan,

    ich bin jetzt eher zufällig über die wohl sehr alte Methode der Fermentation der Färberdroge gestoßen. Dazu muss die Wolle dann nicht gebeizt oder gekocht werden, man benötigt nur viel Zeit und Hilfsmittel zum ph- Wert anheben und senken, da man zwei Lösungen aus der Fermentationsflotte herstellt.
    Würde das eher in die Beizen- oder in die Freie Gruppe fallen? (aber ich probier´ das erst mal, bevor ich mich auf ein Projekt festlege)
    Wer weiß mehr darüber oder hat das schon mal probiert? Bei Anne ist es letztes Jahr eher ein Zufall gewesen...

    Viele bunte Grüße!

    Katja

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  2. Hallo Katja

    Ich sag jetzt mal das das eher zur freien Gruppe passt. Die Beizengruppe hat ja zum Ziel bei gleicher Färbedroge aber zwei versch. Beizen zwei untersch. Ergebnisse zu bekommen.

    Grüße
    Stefan

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  3. So, ich war vorhin unterbrochen worden...

    Das Färben mit ohne Beizen, einfach nur durch Fermentation, ist ein spannendes Feld. Selbst wenn deine Versuche zu keinem richtigen Ergebnis führen, sind die Ergebnisse dennoch sicher interessant. Lass dich also nicht aufhalten davon zu berichten.

    Hatte Anne nicht die Färbeflotte mit den Apfelbaumrinden fermentieren lassen und dann ganz ohne Beize gefärbt? Wenn das zu keinem weiteren Ergebnis führen sollte würde ich mich auf die Pflanzen mit Tanninen bzw. Gerbsäuren konzentrieren. Das ist dann zwar wieder mit "Beize" aber es sollte dann auch vielversprechender sein.

    Es gibt dann auch noch die Geschichten die Wolle in einer Beize fermentieren zu lassen und anschliessend zu färben. Das kann sowohl mit herkömmlichen Beizmitteln wie auch mit pflanzlichen Beizmitteln geschehen. Das bedarf dann aber auch wieder einer Zugabe von weiteren Stoffen (Holzasche z.B.) um eine Schimmelbildung zu unterbinden.

    Grüße
    Stefan

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    1. Hallo Stefan,

      hast du (oder jemand anderes da draußen...) einen Literaturtipp oder ähnliches, wo man sich Wissen aneignen und vertiefen kann? Die bekannte deutschsprachige Literatur geht da ja nicht drauf ein. Darf auch gern auf Englisch sein...
      Katja

      P.S. Anne hatte mit 8% Alaun gebeizt...

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  4. Auf Finnisch.... :-)

    Es gibt eine finnische Archeologien, die das experimentell gemacht hat. Sie hat einen Vortrag auf einem Symposium gehalten. Darüber gibt es auch einen kurzen Abriss auf Deutsch. Und sie hat eine Anleitung über das Nadelbinden geschrieben, bei der Sie am Ende auch nochmal auf dieses Thema eingeht.

    Ansonsten wurde diese Technik viel von Teppichknüpfern im Orient angewandt. Auch dazu finden sich Berichte im Netz.
    Ich muss mal sehen ob ich die gesammelten Informationen irgendwo finden kann. Dann kann ich dir ein paar mehr Anhaltspunkte geben.


    Grüße
    Stefan

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  5. Hallo Katja

    Ich habe heute ein wenig aufgeräumt und dabei sind mir ein paar Sachen zum Fermentieren in die Hände gefallen.
    Die finnische Archäologin heisst Krista Vajanto.

    Dazu habe ich dann auch noch zwei Links für dich:

    http://www.nesat.de/nesat_11_esslingen/abstracts/20_Vajanto.pdf

    und

    www.sarks.fi/masf/masf_3/MASF3_05_Vajanto.pdf

    Mit ein wenig Suche findet man auch noch mehr zum Thema.


    Grüße
    Stefan

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